• Immobilien Zwangsversteigerung

Risiko beim Immobilien Schnäppchen-Kauf

Experten raten zur Vorsicht bei Immobilien Schnäppchen-Kauf bei Zwangsversteigerungen von Immobilien.

Zwangsversteigerungen bieten die Möglichkeit ein Haus unterhalb des Marktwertes zu erwerben. Zumindest theoretisch. In der Praxis bergen Zwangsversteigerungen erhebliche Risiken, die das vermeintliche Schnäppchen am Ende viel teurer machen können.

Gute Vorbereitung ist für Immobilienkäufer beim Immobilien Schnäppchen-Kauf das alles Entscheidende!

Die meisten Immobilien werden zwangsversteigert, wenn ihre Eigentümer in eine finanzielle Notlage geraten sind und Haus und Grundstück nicht mehr finanzieren können. Dann leitet der Gläubiger – das ist in der Regel die finanzierende Bank – ein Verfahren zur Zwangsversteigerung beim zuständigen Amtsgericht ein.

Der Mindestpreis für die Immobilie wird auf Grundlage eines Wertgutachtens festgelegt.

Wichtig für Interessenten ist, im Vorfeld der Zwangsversteigerung die Finanzierung zu klären.

„Innerhalb von sechs Wochen nach dem Zuschlag wird der Kaufpreis fällig”, so die die Experten des Bauherren-Schutzbundes (BSB) in Berlin.

Am Termin der Zwangsversteigerung muss schon eine Sicherheitsleistung in Höhe von zehn Prozent des Verkehrswerts bereitliegen. Der Verkehrswert ist der im Wertgutachten festgestellte Preis.

Beim ersten Termin der Zwangsversteigerung darf für Gebote von weniger als der Hälfte des Verkehrswerts kein Zuschlag erteilt werden.

Bleibt das Höchstgebot unter 70 Prozent des Verkehrswerts, kann der Gläubiger den Verkauf ablehnen. „Wer sicher gehen will, muss also mindestens 70 Prozent des Verkehrswertes bieten”, so die Experten vom Bauherren-Schutzbund.

Im angespannten Immobilienmarkt mit hohen Preisen sind in Ballungsgebieten kaum Schnäppchen zu machen, beobachten die Experten vom Bauherren-Schutzbund.

Aber in ländlichen Regionen sei es durchaus möglich günstig zu einem Haus zu kommen. Angebot und Nachfrage entscheiden über die Preise.

Wer sich für eine der angebotenen Immobilien interessiert, braucht so viele Informationen darüber wie möglich!

Die “Immobilien Schnäppchen” werden bei Zwangsversteigerungen von den jeweils zuständigen Amtsgerichten durchgeführt.

Versteigerungstermine sind in Aushängen an den Amtsgerichten, in Lokalzeitungen und im Internet zu finden. „Wer sich für eine der angebotenen Immobilien interessiert, braucht so viele Informationen darüber wie möglich”, so die Experten vom Bauherren-Schutzbund. Von Spontankäufen raten die die Experten vom Bauherren-Schutzbund entschieden ab. „Es kommt immer mal wieder vor, dass sich Käufer auf den ersten Blick in ein Haus verlieben oder vom günstigen Preis begeistert sind. Das kann aber gründlich schief gehen.”

Ohne Besichtigung und Prüfung der Unterlagen sollte niemand ein Haus kaufen.

Gerade das ist bei Zwangsversteigerungen aber das Problem „Die Bewohner müssen Interessenten nicht in ihr Haus lassen”, erklären die Experten vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Ohne Besichtigung sei es aber schwierig, die Bausubstanz einzuschätzen

In solchen Fällen sollte man sich wenigstens ein Bild von außen machen. Am Besten in Begleitung eines Bauexperten. „Der kann allein schon aus dem Haustyp und dem Baujahr auf den Zustand schließen und kennt die typischen Mängel“, sagen die Experten vom Bauherren-Schutzbund. Aber es bleibt ein Risiko für den Käufer.

Das vom Gericht beauftragte Verkehrswertgutachten kann eine Hilfe sein, ist aber oft lückenhaft. „Auch Gutachter müssen nicht ins Haus gelassen werden“, betonen die Experten vom Bauherren-Schutzbund.

Vielfach haben nur Außenbesichtigungen des Objekts stattgefunden. Wenn wichtige Informationen über die Immobilie nicht zu bekommen sind, wie zum Beispiel Wohn- und Wegerechte, lässt man lieber die Finger davon.

Wir empfehlen grundsätzlich im Vorfeld einen unserer Bauexperten hinzuzuziehen und die Immobilie von diesem besichtigen zu lassen.

Bei der Versteigerung von Eigentumswohnungen sind noch einige zusätzliche Dinge zu beachten!

Vor allem dann, wenn sie Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) sind. „Mit dem Erwerb des Wohneigentums übernimmt der neue Eigentümer grundsätzlich alle Rechte und Pflichten des Vorgängers“, betonen die Experten vom Verein „Wohnen im Eigentum“ in Bonn.

Das bedeutet auch dass Zahlungen auf den neuen Eigentümer zukommen können, von denen er im Vorfeld nichts wusste und über die der Vorbesitzer keine Angaben gemacht hat. „Kaufinteressenten haben kein Recht auf Einsicht in Beschlüsse der Eigentümerversammlung“.

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