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Schlummernde Gefahren beim Kauf von älteren Immobilien

Nachrüst-Pflichten beim Kauf von älteren Immobilien!

Eine ältere Immobilie ist nicht immer sofort bezugsfertig. In den meisten Fällen muss die die Immobilie energetisch auf den aktuellen Standard gebracht werden.

Wenn Standard Öl- und Gas-Heizkessel älter als 30 Jahre sind besteht die Verpflichtung zum Austausch bzw. zur Nachrüstung. Der Austausch bzw. die Nachrüstung müssen innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf der Immobilie erfolgt sein.

Wer also eine Immobilie mit einer alten Heiztechnik kauft hat maximal zwei Jahre zeit die Anlage auszutauschen oder nachzurüsten.

Jeder Kauf-Interessent einer älteren Immobilie sollte vor Abschluss des Kaufvertrages prüfen welche Nachrüst-Pflichten für das Objekt bestehen.

Im Finanzierungsrahmen sollte diesbezüglich ein entsprechender Puffer eingeplant werden.

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Welche gesetzlichen Nachrüst-Pflichten bestehen aktuell?

Nach der aktuellen Energieeinsparverordnung sind folgende Anlagen von der Regelung der Verpflichtung zur Nachrüstung ausgenommen:

  • Niedertemperatur- und Brennwertkessel.
  • Kleine Anlagen mit einer Nennleistung von weniger als vier Kilowatt.
  • Anlagen in Mehrfamilienhäusern mit mehr als 400 Kilowatt

Nicht gedämmte, auf Putz verlegte Heizungs- und Warmwasserleitungen, sowie die Armaturen in nicht beheizten Räumen sind zu dämmen.

Erfüllt die Konstruktion der oberste Geschossdecke nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz muss diese gedämmt werden.

Alternativ kann auch die darüber liegende Dachkonstruktion gedämmt werden.

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Gibt es Möglichkeiten sich von den Nachrüst-Pflichten zu befreien?

Es gibt die Möglichkeit sich auf Antrag von den Nachrüst-Pflichten befreien zu lassen.

Die im Rahmen der gesetzlichen Nachrüst-Pflichten geforderten Maßnahmen müssen grundsätzlich wirtschaftlich sein.

Kann der Nachweis der Wirtschaftlichkeit für die Nachrüstverpflichtung nicht erbracht werden, kann man sich davon auf Antrag befreien lassen.

Hauskäufer sollten sich vor Abschluss des Kaufvertrags selbst über Nachrüstpflichten informieren!

Immobilien-Käufer sind gut beraten sich vor Abschluss des Kaufvertrags selbst darüber  informieren welche Nach-Pflichten für ihr Wunschobjekt bestehen.

Immobilien-Verkäufer sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet auf bestehende Nachrüstpflichten hinzuweisen!

Hinweise auf eine mögliche Nachrüstpflichten können auch folgende Daten liefern:

  • Wurde die Immobilie nach dem 1. Februar 2002 schon einmal verkauft, mussten die Vorbesitzer die Nachrüstmaßnahmen umsetzen.
  • Bis Fristsetzung Ende 2015 besteht die Verpflichtung die obersten Geschossdecken zu unbeheizten Dachräumen nachträglich zu dämmen.
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Immobilien-Käufern drohen Geldbußen!

 

Immobilien-Käufern, die den gesetzlichen Sanierung- und Nachrüstpflichten nicht fristgerecht nachgekommen sind drohen empfindliche Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 €.

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Die Nachrüst-Pflicht bringt auch Vorteile!

Anlagen die einer Nachrüst-Pflicht unterliegen arbeiten nicht mehr effizient und verursachen erhebliche Kosten für Instandhaltung und Wartung. 

Mit dem Austausch alter Anlagentechnik können durch deutlich bessere Energieeffizienz die Energiekosten in erheblichem Umfang gesenkt und einspart werden.